Loading...
Projekte 2018-08-15T14:01:20+00:00

Projekte

„Neu_Raum – Neuköllner Raum für Orientierung und Teilhabe“

Nicht jeder hat es einfach, einen Arbeitsplatz zu finden. Oftmals sind die Startbedingungen zu unterschiedlich. Aus diesem Grund startete die empati gGmbH im Juli 2018 das Projekt „Neu_Raum“ starten. Es spricht ab Juli 2018 bewusst Neuköllner*innen an, die bei der Arbeitsplatzsuche vor großen Herausforderungen stehen: Dazu zählen besonders benachteiligte Ü25-jährige Arbeitslose, nicht erwerbstätige Neu-Zuwanderer aus EU-Mitgliedsstaaten und Personen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund. In dem Projekt eignen sie sich wichtige berufliche Kenntnisse an, lernen neue Wege zur Beschäftigung kennen und gewinnen gesellschaftliche Anerkennung.

Das Projekt Neu_Raum leistet einen Beitrag zur Förderung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Personen in Neukölln. Methodisch gilt es, sie in ihrem Lebensumfeld anzusprechen, ihnen Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, individuelle Perspektiven aufzuzeigen und gesellschaftliche Anerkennung zu initiieren.

Säulen des Projekts

Integrierte Lehrwerkstätten: Projektteilnehmende erhalten in ihrer Freizeit berufsspezifische Einblicke zu den Arbeitsfeldern Technisches Zeichnen, Holzgewerbe oder Medien & Kommunikation. In Lehrwerkstätten vermitteln Experten ihnen berufsspezifisches Know-How fachkundig. Die Teilnehmer*innen wenden diese Kenntnisse wiederum anhand eines parallel stattfindenden, integrierten Konstruktionsprozesses von sog. „gemeinnützigen Gütern“ praktisch an. Die hergestellten Güter sind gemeinnützig, da sie sich auf eine konkrete Nachbarschaft (und deren Akteure) in Neukölln beziehen und dieser darüber hinaus für öffentliche Aktivitäten und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Coaching-Programm: Durch (1) systemisches Einzel-Coaching, (2) Praxis-Beratung und (3) Lehrgängen zum Thema Arbeitsmarkt & Bewerbungstraining identifizieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden ihre Hürden bei der Suche nach Beschäftigung, ihre Kompetenzen und Möglichkeiten.

Nachbarschaft & Mentoring: Durch eine mit den Teilnehmenden und lokalen Netzwerkpartnern (Einrichtungen, Initiativen, Vereine etc.) koordinierte Planung bzw. Teilnahme an Aktivitäten eröffnen sich den Teilnehmenden Möglichkeiten der Begegnung, der sozialen Anerkennung und der persönlichen Vernetzung in ihrem konkreten Lebensumfeld. Soziale Kompetenzen werden so im nachbarschaftlichen Mentoring-Programm ganz beiläufig trainiert.

Interessierte können sich bis Ende September für eine Teilnahme am Projekt bewerben – Die Anzahl an Teilnahmeplätzen ist begrenzt! Weitere Infos im Flyer.

Das Projekt wird finanziell durch das Bezirksamt Neukölln von Berlin und der Stiftung Pfefferwerk unterstützt.

Weitere Kooperationspartner: Quartiersmanagement Ganghoferstraße, Stabsstelle für Innovation und Integration im Bezirksamt Neukölln, Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln, Beauftragte für Migration und Flüchtlinge im Jobcenter Neukölln, Neuköllner Koordinierungsstelle für Flüchtlingsfragen.

Das Projekt „Neu_Raum – Neuköllner Raum für Orientierung und Teilhabe“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit und kofinanziert aus Mitteln des Integrationsfonds des Masterplan Integration und Sicherheit.

 

„Klassensprecher*in des Jahres“

Woran können sich Klassensprecher*innen  bisher orientieren? Die richtig guten Vorbilder sind häufig nicht bekannt, es gibt keine Anleitungen. Der Landesschülerausschuss und die Landesschülervertretung sind eher politische Gremien. Auf der anderen Seite gibt es einen Wettbewerb für Lehrer*innen. Warum dann nicht auch eine Auszeichnung für Klassensprecher*innen?

Aus diesem Grund hat empati den Wettbewerb „Klassensprecher*in des Jahres“ unter der Schirmherrschaft von Berlins Schulsenatorin Sandra Scheeres ins Leben gerufen. Aufgerufen sind alle 4.000 Klassensprecher*innen aus Berlin (7.-10. Klasse). Jede und jeder Einzelne ist ohnehin eine unverzichtbare Stütze unserer Demokratie, indem sie sich u.a. als gewählte Vertreter*innen für Gleichaltrige einsetzen, sie vertreten und Konflikte lösen. Nun wollen wir herausfinden, wer von den 4.000 heraussticht und damit ein besonderes Vorbild für andere ist. Und weil der Sieger niemals ohne seine Mitschüler*innen gewinnen könnte, sind mehrere Preise auch für ihn und die ganze Klasse!

Unterstützt wird der Wettbewerb vom Schulsenat, der Landeszentrale für politische Bildung, Converse, Mandaro und Quadriga Media. Weitere Infos unter: www.klassensprecher-des-jahres.de

„Toledo to go“

Das 13. Jahrhundert in der spanischen Stadt Toledo – was für eine blühende Zeit für Juden, Christen und Muslime! Da begegnen sie sich friedlich auf dem Markt, lernen voneinander in der Übersetzerschule, musizieren zusammen und bauen gemeinsam den neuen Stadtturm auf. Doch dann stürzt aus dem Nichts ein schreckliches Ereignis auf die Bürger*innen ein, das alles auf’s Spiel setzt.

Das ist das Szenario des Planspiels „Toledo to go“. Die empati gGmbH entwickelt im Auftrag von Life e.V. die Spielmaterialien. Dazu gehören die Abläufe, Rollen, Ereigniskarten, Hintergrundinformationen, Anleitungen für Teamer*innen und vieles mehr.

Das Planspiel möchte jeder Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (insbesondere Rassismus, antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus) entgegenwirken, indem es die Teilnehmer*innen von ihrer aktuellen Lebenswelt abholt und hineinversetzt in die Welt des mittelalterlichen Toledos, einer Stadt der religiösen und kulturellen Vielfalt. Das Spiel eignet sich, mit Schüler*innen von Sekundarschulen und an Orten der Jugendarbeit durchzuführen.

DialoWG – die jüdisch-muslimische Wohngemeinschaft

Jüdisch-Muslimische Begegnungsprojekte, Kamingespräche und Seminare gibt es schon viele. Die „jüdisch-muslimische DialoWG“ ist etwas ganz Neuartiges. Die empati gGmbH brachte in dem Projekt zwei junge Juden und drei junge Muslime in Berlin in einem ganz ungewöhnlichen Rahmen und doch in ihrem Alltag zusammen. Sie bildeten über acht Tage eine Wohngemeinschaft in einem eigens angemieteten Appartement in Berlin-Mitte. Währenddessen verfolgten die WG-Bewohner wie gewohnt ihre alltäglichen Aufgaben: Schule, Studium, Arbeit… Aber ihr Zuhause teilten sie sich mit den Anhängern der anderen Religion. Das heißt, dass jeder mal kochte, sie zusammen aßen und gemeinsam sauber machten.

Hier geht’s zur Projektseite

Studien für das Bundesinnenministerium

Die empati gGmbH hat im Jahr 2016 zwei verschiedene wissenschaftliche Expertisen für das Bundesministerium des Innern erstellt. Ergebnisse sind dabei eingegangen in den 2. Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestags.

In der ersten Studie ging es um „Muslimische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus“. In diesem Rahmen wurden jüdisch-muslimische Begegnungsprojekte und die Bildungsarbeit von muslimischen Organisationen gegen Antisemitismus in Deutschland untersucht.

Dafür wurden verschiedene Akteure/innen aus dem Handlungsfeld interviewt. Die Studie verfolgte das Ziel, das wenig bekannte Engagement islamischer Organisationen und muslimischer Personen sichtbar zu machen und so dem verbreiteten Bild von Muslimen ausschließlich als Träger/innen von Antisemitismus differenziertes Wissen entgegenzusetzen und Muslime als Partner/innen für die Zurückdrängung und Bekämpfung von Antisemitismus zu betrachten.

Einstellungen von Imamen zum Judentum/Juden

In der Studie „Einstellungen von Imamen zum Judentum/Juden“ wurden 18 Imame und Hodschas befragt. Die religiösen Autoritäten hatten fünf verschiedene ethnische Hintergründe, arbeiteten für vier verschiedene Verbände oder unabhängigen Moscheen in sieben Bundesländern.

In den Interviews ging es u.a. um folgende Themenkomplexe:

  • Persönliche Kontakte und Erfahrungen
  • Kenntnisse und Umgang mit kritischen Quellentexten
  • mögliche Wechselbeziehung zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
  • Nahostkonflikt
  • Juden/Jüdinnen in der bundesrepublikanischen Gegenwart

Die Mehrheit der Befragten zeigte oftmals reflektierte, differenzierte Haltungen. Die Daten lassen erkennen, dass die Imame sich insbesondere bei ihrer Position zum Antisemitismus in einem Spannungsfeld sehen, in dem sie sich gegenüber der Mehrheitsgesellschaft auf der einen Seite und Teilen der Gemeinde auf der anderen Seite rechtfertigen müssen. Die Vorstellung, dass Imame ihre Gemeinde radikalisieren, kann durch die Ergebnisse dieser Studie nicht bestätigt werden. Mehrmals wiesen die interviewten Imame darauf hin, dass ihre Haltungen weniger vorurteilsbelastet sind als die ihrer Gemeindemitglieder.

Partizipationsprojekt JUMA

Sie sind jung, sie sind muslimisch, voller Tatendrang und haben eine Menge zu sagen. Die Plattform dafür bietet
ihnen das Projekt JUMA – hier können sich junge Muslime ein- und mitmischen, denn bisher wird zu oft über sie
statt mit ihnen gesprochen.

Die empati gGmbH organisierte von 2014-2016 das Projekt in Baden-Württemberg. Hier begegneten die jungen Teilnehmer*innen beim „Meet &
Talk“ prominenten Vertretern aus Politik, Kultur, Medien und Wirtschaft. Sie bildeten sich bei Workshops zu Themen wie Rhetorik oder Public Affairs weiter. Und nicht zuletzt organisierten die Jugendlichen eigenständig Kampagnen zu Themen.
In dem Projektzeitraum haben bereits mehrere hundert junge Muslime die JUMA-Angebote wahrgenommen. Einige haben ihre Zurückhaltung abgelegt und haben sich nun selbst zu wichtigen Akteuren der Öffentlichkeit entwickelt.

Zur Projektdoku

Raum der Kulturen – Mit Geflüchteten Begegnungsorte bauen und leben

In dem Projekt „Raum der Kulturen“ planen, werkeln und gestalten junge Geflüchtete aus der Unterkunft Gerlinger Str. in Berlin-Buckow gemeinsam mit Anwohnern. Am Ende könnte dabei eine Art Forum zum Versammeln, ein kleiner Basar, eine Bühne oder einfach nur ein paar Sitzgelegenheiten entstehen. Je nachdem wie die Gruppe plant und die einzelnen mobilen Bauteile ineinander steckt, kann der „Raum der Kulturen“ kann ganz verschiedene Funktionen übernehmen.

Projektziele
Aber mindestens so wichtig wie das Produkt selbst ist der Prozess. Über das gemeinsame Arbeiten lernen sich Geflüchtete und Anwohner*innen aus dem Kiez im südlichen Buckow kennen. Denn eine echte Nachbarschaft wird durch das praktische Miteinander viel eher entstehen, als wenn Geflüchtete und Anwohner*innen nur passiv nebeneinander leben würden. Zugleich finden die Geflüchteten eine wertvolle Beschäftigung, die ihnen Wertschätzung schenken wird. Schließlich leiden junge Geflüchtete unter Langerweile mehr als unter den meisten anderen Problemen. Wie jede*r möchten sie das Gefühl haben, nützlich zu sein.

Das Projekt „Raum der Kulturen“ wird mit 39.999,40 Eruo gefördert im Rahmen des bezirklichen Nachbarschaftsprogramms aus dem Masterplan Integration und Sicherheit des Senats. Kooperationspartner sind die Heinrich-Mann-Schule und das Quartiersmanagement Gropiusstadt.

Weitere Infos: Faltblatt

Sportkampagne Jumanastics

Die JUMANASTICS, das war im Jahr 2017 die große Sportkampagne von jungen Muslimen*innen in Baden-Württemberg. Mit dem selbst gewählten Thema setzten sich die Jugendlichen drei Ziele:

  1. Andere motivieren, noch mehr Sportaktivitäten zu treiben
  2. Der Öffentlichkeit zeigen, dass Muslime durchaus viel Sport treiben
  3. Begegnungen zwischen Muslimen*innen und anderen Mitbürgern*innen im Sport schaffen

Innerhalb von einer Woche wurden dann das erste Fußballspiel von Pfarrern und Imamen in BaWü auf die Beine gestellt, eine Bowling-Veranstaltung mit Geflüchteten, die Freitagspredigt zum Thema Sport in mehr als 170 Moscheen, eine Podiumsdiskussion, mehrere Sportturniere und vieles mehr.